Wie Stress der Darmflora schadet

Stress

Was ist Stress?

Um zu verstehen, welchen Zusammenhang es zwischen Darm und Gehirn gibt, ist es wichtig erst einmal zu verstehen, was Stress überhaupt ist.

Stress entsteht, wenn Du glaubst einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Unser angeborener natürlicher Schutzmechanismus soll Dich in diesen schwierigen Situationen fit machen, um die Herausforderung bewältigen zu können. Bei Gefahr reagiert Dein Kopf blitzschnell, Du analysierst die Anforderungen der Situation und schätzt sie aufgrund Deiner bisherigen Erfahrungen ein.

Ein Beispiel: bist Du mit einer ähnlichen Herausforderungen gut zurecht gekommen? Dann wirst Du die aktuelle Lage als wenig belastend empfinden. In Stress kommst Du, wenn Du die Belastung nicht bewältigen kannst – oder auch nur glaubst, dies nicht zu können. Schon das Gefühl “Ich schaffe das nicht” reicht dafür aus. Dann steigen Blutdruck und Muskelspannung, das Herz schlägt schneller und Du atmest heftiger. Die Verdauung hingegen wird zurückgefahren.


Stress durch Über- und Unterforderung?

Unter Stress versteht man im Allgemeinen die negativen Folgen bei Überforderung. Aber auch durch permanente Unterforderung können Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen entstehen, welche Stress auslösen. Dazwischen befindet sich der Bereich, in dem sich der Mensch mit den Herausforderungen wohlfühlt, die an ihn herangetragen werden. In diesem Bereich sind wir maximal leistungsfähig und fühlen uns aktiv und ausgeglichen.


Verschiedene Auslöser!

Du bekommst Schweißausbrüche, wenn Du eine Rede vor 50 Leuten halten sollst? Du schnaubst vor Zorn, wenn Du im Stau stehst und einfach nicht weg kommst? Du gerätst in Panik, weil Du merkst, dass Du Deine Arbeit nicht termingerecht erledigen kannst? Diese und viele weitere Situationen können Stress auslösen und somit zu Deinem “Stressor” werden.

Manche Stressoren sind für fast alle Menschen sehr belastend, z.B. ein Unfall, der Tod eines nahen Angehörigen, Angst um den Job, Arbeitslosigkeit, Konflikte in der Familie oder eine schwerwiegende Krankheit. Meist sind es aber die kleinen Ärgernisse und Anstrengungen des Alltags, die Dich in Stress bringen.


Die körperliche Reaktion

Ist immer die gleiche: Wenn Du Dich in Gefahr befindest, nimmt Dein Körper alle Kraft zusammen und versorgt Dich mit Energie, damit Du kämpfen oder weglaufen kannst. In den früheren Jahren der Menschheitsgeschichte war das auch sehr praktisch, nur so konnten wir wilden Tieren und anderen Gefahren entrinnen.

Auch heute läuft die Stressreaktion immer noch so ab, nur dass Du in alltäglichen Situationen, die Du stressig empfindest, meist weder fliehen noch kämpfen kannst. Oft brauchst Du die bereitgestellte Energie gar nicht und sie richtet sich dann gegen Deinen eigenen Körper. Stehst Du nur kurz unter Stress, bauen sich die Energien schnell wieder ab. Bei Daueralarm im Körper können dagegen ernste gesundheitliche Schäden entstehen, z.B.:

  • Hoher Blutdruck,
  • Verdauungsbeschwerden,
  • ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt,
  • Spannungskopfschmerzen,
  • mehr Infektionen,
  • Depressionen,
  • Migräne,
  • Zyklus- und sexuelle Störungen

Wie Stress der Darmflora schadet?

Ärger und Hektik können Dir ganz schön auf den Magen schlagen und auch Deine Verdauung erheblich stören. Was viele auch nicht wissen:

Chronischer Stress schadet auch Deinen Darmbakterien. So hat man festgestellt, dass sich die Zusammensetzung Deiner Darmflora verändert, wenn Du ständig unter psychischem Druck stehst. Denn dann ziehen sich die guten Darmbakterien (Laktobazillen und Bifidobakterien) zurück und krankmachende Bakterien können sich leicht ausbreiten. Auch die Artenvielfalt der im Darm lebenden Bakterien nimmt ab. Eine solche Dysbiose, damit ist ein Ungleichgewicht der Darmflora gemeint, kann Verdauungsbeschwerden wie z.B. Blähungen oder Durchfall nach sich ziehen. Hinzu kommt, dass Dauerstress auch unsere Darmbarriere angreift und die Darmwand in der Folge durchlässiger wird. Dann können Partikel und Substanzen, die eigentlich „draußen“ bleiben sollten (z. B. Schadstoffe, Krankheitserreger), die Darmwand passieren und in den Körper gelangen. Stress belastet also nicht nur Deine Verdauung, sondern schadet auch Deinen Darmbakterien.


Stress führt dazu,

  • dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Unter Stress sinkt die Artenvielfalt der im Darm lebenden Bakterien und unerwünschte Keime breiten sich aus.
  • dass die Darmwand aufgrund der Stress-Hormone im Blut durchlässiger wird. Folge: Darmbarriere verliert ihre Schutzfunktion.

Im Bauch sitzt unser „zweites Gehirn“


Beeinflussen Deine Darmbakterien Deine Psyche?

Stress wirkt sich auf Deinen Darm und auf Deine Darmflora aus. Somit kann auch Dein Seelenleben durch den Zustand Deines Darms beeinflusst werden. Daher wird etwa die Stress-Resistenz durch den Mikrobenmix im Darm mitbestimmt. Die Zusammensetzung Deiner Darmflora entscheidet auch, ob Du Stress gut wegstecken kannst oder eher empfindlich auf psychische Belastungen reagierst.

Auswirkungen auf Deinen Gemütszustand und Dein Verhalten sollen die Winzlinge im Darm auch haben. In der Wissenschaft wird vermutet, dass Darmbakterien mit darüber bestimmen, ob Du zu Depressionen oder Angstgefühlen neigst. Die hormonähnlichen Substanzen, die von den Darmbakterien produziert werden, spielen dabei wohl eine zentrale Rolle. Über die Blutbahn oder die Nervenverbindung zwischen Darm und Gehirn (Vagus-Nerv), könnten sie die Hirnchemie beeinflussen.


Meine 9 Tipps zur Stressbewältigung

  1. Sei ein Optimist!
  2. Nutze Meditation und Atemübungen
  3. Mache regelmäßige Pausen!
  4. Bewege Dich!
  5. Mache Yoga!
  6. Lies ein Buch!
  7. Verbessere Dein Zeitmanagement
  8. Ernähre Dich gesund!
  9. Heilpflanzen als Unterstützung

Ashwagandha ist eine der bedeutsamsten Heilpflanzen des Ayurveda

Heilpflanzen können Dich in vielen Situationen ganz natürlich unterstützen.
Studien zeigen, dass die Heilpflanze – Ashwagandha eine angstlösende Wirkungen hat und den Spiegel des Stresshormons Cortisol senkt. Außerdem kann Ashwagandha möglicherweise Schlaflosigkeit, Müdigkeit und die Symptome von Depressionen lindern.
Diese Heilpflanze löst nicht die Ursachen für Deinen Stress, aber sie kann Dir helfen, Deine anstrengende Phase besser zu bewältigen. Um eine spürbare Wirkung zu erzielen, bedarf es einer längeren Einnahmezeit, da sich die natürlichen Kräfte aus den Heilpflanzen aufbauen und entfalten müssen.

Du kannst Ashwagandha als Kapselform einnehmen. Vorteil ist es, sie lassen sich einfach in den Tag integrieren und sind hoher konzentriert. Ein Link findest Du hier. *

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