Wie gesund ist Rohkost am Abend wirklich?

Rohkost am Abend

Wenn Du die Wörter „Rohkost“ / „Salat“ oder „Gemüse“ hörst, denkst du sicherlich die gehören zu einer gesunden Ernährung dazu. Was kann an Salat falsch sein? Gibt es einen Unterschied zwischen rohem, gekochtem oder gedämpftem Gemüse und spielt vielleicht auch die Uhrzeit beim Verzehr eine Rolle? Fragen über Fragen und mit großer Wahrscheinlichkeit hast Du Dir darüber noch keine Gedanken gemacht?

Zu einer gesunden Ernährung, sowie einem gesunden Lebensstil gehört es auch dazu, einmal in sich hinein zu hören. Dein Körper teilt Dir insgeheim mit, was er mag und was nicht. Du achtest wahrscheinlich nur nicht darauf.

Gehörst Du vielleicht zu den Menschen, die einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt haben? Mit Verdauungsproblemen wie z.B. Bähungen, Magenschmerzen, Durchfall oder Verstopfungen zeigt Dir Dein Körper schnell, was ihm nicht bekommt.

Genau diese Symptome erscheinen oft beim Verzehr von rohem Gemüse. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Besonders häufig treten Beschwerden auf, wenn es Dein Organismus nicht gewohnt ist größere Mengen Frischkost zu verarbeiten. Denn sie enthält eine wertvolle Quelle aus Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und ist sehr reich an Ballaststoffen. Genau an diese muss sich Dein Darm erst physiologisch anpassen. Die unverdaulichen Bestandteile, hauptsächlich unlösliche Ballaststoffe wie Cellulose und Lignin, sowie wasserlösliche Ballaststoffe wie Pektine und Schleimstoffe, werden im Dickdarm von den Darmbakterien abgebaut. Dies kann, besonders bei der Zufuhr größerer Mengen, zu Druck- und Völlegefühl in der Bauchgegend und zu Blähungen führen. Zudem spielt für die Bekömmlichkeit von frischem Gemüse die Besiedelung Deines Darms mit Mikroorganismen eine wichtige Rolle. Ist die natürliche Darmflora durch eine ungesunde, einseitige Ernährungsweise, Erkrankung oder Medikamente gestört, kann sich auch die Verträglichkeit gegenüber Lebensmitteln verändern. Darmerkrankungen wie Nahrungsmittelintoleranzen oder -allergien können zu einer Unverträglichkeit von frischem Gemüse führen.

-Rohkost- Darmgesundheit-Salat-Obst- Unterträglichkeiten- Darmprobleme- Karotte- Tomate

Um Deinen Darm zu entlasten,

solltest du gerade am Abend auf den Verzehr von rohem Gemüse verzichten. Es ist hilfreich ab dem späten Nachmittag auf den Verzehr von rohem Gemüse, Salat und auch Obst zu verzichten. In der Regel nimmt Deine Verdauungstätigkeit gegen Abend ab. Du kannst Dir das wie auf einem Kompost vorstellen: Die Nahrung bleibt im Magen-Darm-Trakt teils unverdaut liegen und beginnt zu gären, dabei entstehen Gase und es werden Alkohole gebildet, dies begünstigt Entzündungsprozesse im Darm und fördert Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Die Verdauung ist eine Art Verbrennungsvorgang, bei dem Deine Nahrung auf die Betriebstemperatur von 37 Grad Celsius gebracht wird, um die Nahrungsbestandteile für Deinen Körper aufnahmefähig zu machen. Dafür verbraucht Dein Körper Energie. Diese Energie ist bei gesunden Menschen bis in die Nachmittagsstunden gegeben, nimmt jedoch nach 17 Uhr deutlich ab. Kleinkindern, geschwächten Menschen und jenen mit Verdauungsstörungen, fehlt diese Kraft.

Exkurs : Alkohole werden von Deiner Leber wiederum abgebaut und belasten diese zusätzlich. Dies kann sich sogar zu erhöhten Leberwerten bis hin zur Fettleber entwickeln.


Wie gehst Du nun mit Rohkost um?

• Erhöhe langsam die Menge an rohem Gemüse und kaue es so lange, bis es gekochtem Brei gleicht.

• Iss rohes Gemüse nicht zu spät ( max. bis späten Nachmittag )

• Zusätzlich kann die Auswahl von Gemüse eine Rolle spielen. Bestimmtes Gemüse wie verschiedene Kohlsorten oder Lauch, können eher zu Beschwerden führen, besonders wenn Du sie selten verzehrst.

• Besser vertragen werden Blattsalate, Wurzelgemüse und Tomaten. Die Kombination von frischem Gemüse mit anderen Lebensmitteln kann die Verträglichkeit ebenfalls stören, wenn Du evtl. rohes Gemüse gleichzeitig mit isolierten Zuckern, süßem Obst oder frischem Brot konsumierst. Achte mal darauf.

• Wesentlich bekömmlicher sind gekochte und gedämpfte Nahrungsmittel.

• Und nicht zu vergessen ist Stress ein bekannter und immer noch unterschätzter Auslöser für Verdauungsbeschwerden.


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